Laut der Erhebung sehen 56 % der befragten Hotels in Gästebindung und wiederkehrenden Gästen das größte ungenutzte Umsatzpotenzial. Gleichzeitig rangiert dieses Thema bei den strategischen Prioritäten der kommenden zwölf Monate auf dem letzten Platz. Während klassische Kennzahlen wie Auslastung und Preisoptimierung weiterhin dominieren, gewinnen Direktbuchungen, Loyalität und Guest Value zunehmend an Bedeutung. 55 % der Hotels arbeiten aktiv daran, mehr Direktbuchungen zu generieren. Ebenso viele investieren verstärkt in Maßnahmen zur Gästebindung. Dennoch messen nur 10 % der Betriebe aktiv den Umsatz pro Gast. Die Kennzahl TRevPOR wird von 45 % der Hotels nicht erfasst.
Fehlende Prozesse bremsen Umsatzpotenziale in Hotels
Die Studie identifiziert interne Strukturen als zentrale Wachstumshemmnisse. Jeweils 47 % der Befragten nennen fehlende Zeit und fehlende Prozesse als größte Herausforderungen. Lediglich 14 % der Hotels verfügen über klar definierte und regelmäßig ausgewertete Prozesse zur Steuerung von Zusatzumsätzen. Besonders deutlich wird die Diskrepanz entlang der Guest Journey. Obwohl 40 % der Hotels das größte Umsatzpotenzial vor der Anreise sehen, entstehen 81 % der Zusatzumsätze erst während des Aufenthalts. Laut Smart Host wird die kommunikativ relevante Pre-Arrival-Phase bislang nur unzureichend genutzt. Angesichts steigender Vertriebskosten und wachsendem Margendruck gewinnt der Umsatz pro Gast laut der Studie weiter an strategischer Bedeutung.
