Das zweitägige Programm verband zwölf Site Inspections bei Veranstaltungsorten in Hannover und der Region mit einem interaktiven Forum. Statt klassischer Vortragsreihen setzte dieses bewusst auf Formate, die Begegnungen und Diskussionen fördern sollten.
Zwischen Site Inspection und Dialog
Herzstück des Forums waren drei interaktive Formate: Ignite Sessions, Speed Geeking und World Café. Die Ignite Sessions fanden als Silent Conference statt. Ausgestattet mit Funkkopfhörern verfolgten die Teilnehmer kurze Impulsvorträge und Partnerpräsentationen.
Noch stärker auf den direkten Austausch ausgelegt waren das Speed Geeking und das World Café. Beim Speed Geeking wechselten die Teilnehmer in kurzen Intervallen die Gesprächspartner. Im World Café saßen sie gemeinsam mit den Ausstellern an kleinen Tischen. Informationen wurden dabei spielerisch vermittelt – etwa durch Quizformate oder kleine Challenges. So entstanden schnell Gespräche und neue Kontakte.
Die lockere Gestaltung prägte auch die Atmosphäre der Veranstaltung. Viele Teilnehmer kannten sich bereits aus dem Netzwerk, gleichzeitig entstanden zahlreiche neue Kontakte. Teilnehmerin Sandra Hengesbach von Travelmania Germany beschrieb das Treffen augenzwinkernd als „wie eine Klassenfahrt“.

Wachstum in die Tiefe
Diese persönliche Atmosphäre passt zur aktuellen Entwicklung von MEET GERMANY. Gründerin Tanja Schramm nutzte das Forum, um neue Circle-Formate vorzustellen, die den Austausch über die Veranstaltungen hinaus fortführen sollen. „Wir sind unglaublich gewachsen in der Breite, jetzt geht’s darum in die Tiefe zu wachsen“, sagte Schramm.
Den Auftakt macht im September der Corporate Event Circle, für den Interessierte sich bereits auf eine Warteliste setzen lassen können. Ebenfalls in Vorbereitung befindet sich der Venue Marketing and Sales Circle für Veranstaltungsstätten, Locations und MICE-Hotels. Weitere Fachgruppen sollen folgen.
Die Circles sind als digitale Austauschplattformen konzipiert. Ziel ist es, Fachleute regelmäßig miteinander ins Gespräch zu bringen und konkrete Herausforderungen der Branche gemeinsam zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Peer-to-Peer-Austausch, Best Practices und praxisnahe Lösungsansätze. „Wir lernen lebenslang, aber wir lernen voneinander“, brachte Henning Harfst, Mitinitiator der Circle-Formate, den Gedanken auf den Punkt. Damit will MEET GERMANY den Wissenstransfer innerhalb des Netzwerks auch zwischen den Präsenzveranstaltungen stärken.
Hannover als Gastgeber
Die Gastgeber vom Hannover Convention Bureau nutzten den Summit gezielt, um die Leistungsfähigkeit der Region als Veranstaltungsdestination zu präsentieren. Zum Programm gehörten zwölf Site Inspections, unter anderem im Hannover Congress Centrum, auf dem Messegelände, in den Herrenhäuser Gärten sowie im Erlebnis-Zoo Hannover. Networking-Abende im Zoo und im GOP Varieté rundeten das Programm ab.

„Für uns bietet der Summit eine ideale Gelegenheit, die Region als Standort für Messen, Tagungen, Kongresse und Business Events zu präsentieren und mit nationalen wie internationalen Branchenpartnern in den direkten Austausch zu treten. Denn erst vor Ort werden die Bandbreite der Locations, die professionelle Infrastruktur und die hohe und flexible Servicequalität des Standorts unmittelbar erlebbar“, sagte Christian Katz, Geschäftsführer der Hannover Marketing & Tourismus GmbH.
Auch unter den Teilnehmern wurde Hannover immer wieder zum Gesprächsthema. Viele zeigten sich überrascht von der Vielfalt der niedersächsischen Landeshauptstadt und ihrem Angebot für Business Events.
Der MEET GERMANY SUMMIT – SELECT Niedersachsen zeigte damit gleich zwei Entwicklungen: Während Hannover seine Qualitäten als MICE-Destination präsentierte, stellte MEET GERMANY den persönlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch stärker in den Mittelpunkt. Mit den neuen Circle-Formaten soll dieser Dialog künftig auch zwischen den Veranstaltungen fortgesetzt werden.
