CIM Magazine Ausgaben CIM 2019/1

Klimaneutral tagen an Bord

Photo: OceanEvent

Starke Wir-Erlebnisse und inselartige Gefühle sprechen für Veranstaltungen an Bord. Umweltkonzepte sind nicht mehr nur ein Anbieterthema, sondern werden proaktiv nachgefragt. Von Katharina Brauer

Die neue Aida Nova, angetrieben von Flüssigerdgas, ist im Dezember 2018 übergeben worden. Photo: Aida Cruises

V.l.n.r.: Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn, Kapitän Boris Becker, Costa-CEO Michael Thamm, Tim und Bernhard Meyer von der Meyer Werft. Photo: Meyer Werft/Scheschonka

Mehrwert. „Eventagenturen haben von nautischen Themen wenig Ahnung. Als Eventagentur fürs Wasser beraten wir, machen den nautischen Part und sind Eventmanager an Bord“, sagt Felix Eisenhardt. Der Geschäftsführer des „Seminarschiffs“ hat die erste Saison 2018 deutlich über Plan abgeschlossen und bietet ab 2019 ganzjährig 360 qm Nutzfläche an. Das 200 qm große Oberdeck ist neuerdings beheizbar und durch eine transparente Planenlösung auch im Winter nutzbar.
Am 30. Januar 2019 feierte das Berliner Start-up Witnet Foundation hier seine Kick-off-Party mit 300 Gästen. „Tagungspauschalen an Bord sind hotelähnlich. Gäste erleben die geräuschlose Fahrt auf dem Wasser als einen Mehrwert. Wenn Ankerpfähle zum Einsatz kommen, fördert dies ein inselartiges Gefühl mit starkem Wir-Erlebnis“, beobachtet Eisenhardt. Im Heimathafen Alt-Moabit ist das deutschlandweit buchbare Seminarschiff auch eine stationäre Location. Solarstrom und die brandneue „Rescue-App“ zum Vertrieb von Catering-Resten bescheren dem Seminarschiff eine IMEX Wildcard 2019. Zudem wird es als erstes Fahrgastschiff „Sustainable Partner“ des Berlin Convention Office.

Nachhaltigkeit ist vor allem für Schiffe, die auf dem Meer kreuzen, eine große Herausforderung. Während die neue Aida Nova mit Flüssiggas (LNG) in See sticht, hat TUI Cruises für ihre derzeit sechs Schiffe den Treibstoff bereits um ein Drittel reduziert. Ein Abgasnachbehandlungs-System kommt ebenso zum Einsatz, wie das „Waste-Less“-Programm. Bis 2020 werden Plastikeinwegartikel verbannt. Die 2024 und 2026 vom Stapel laufenden Schiffe werden mit LNG betrieben. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie gewann die Reederei den myclimate Award 2018.
Die Fachabteilung „Charter und Incentives“ gewährleistet, dass Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern an Bord der TUI-Cruises-Schiffe erfolgreich über die Bühne gehen. In der Firmengeschichte fanden bisher zwölf Vollcharter-Reisen und 40 Corporate Events statt. Auch reine Kongresse wie der Steuertag des IFU-Instituts waren an Bord der „Mein Schiff“ zu Gast.
„Wir haben ein eigenes exklusives Konferenzdeck mit geschultem Personal, das sich um alles Organisatorische an Bord und die Abwicklung vor Ort kümmert“, berichtet Jens Meyer-Bosse. Der Abteilungsleiter Vertrieb der norwegischen Color Line weist darauf hin, dass während der Liegezeiten in Kiel Besichtigungen der Konferenzräume möglich sind. Color Line mit einer Flotte von derzeit sechs Kreuzfahrt- und Fährschiffen bietet auf der Color Magic und der Color Fantasy auf der Passage zwischen Kiel und Oslo Gruppen mit bis zu 500 Teilnehmern Platz. Auf Wunsch können Aufenthalte in Oslo gebucht werden. „Alles in allem war die Color Line eine echte Alternative zur üblichen Tagungshotellerie“, so ein Veranstaltungsplaner der Firma Fissler.
„Neu seit Ende 2018 sind die vorgefertigten Tagungspakete, die dem Kunden eine Auswahl von fünf Produkten offerieren“, berichtet Meyer-Bosse. Ende Oktober 2018 erfolgte am Norwegenkai in Kiel der Spatenstich zu einer Landstromanlage, die einen emissionsfreien Betrieb der Schiffe während der Liegezeit ermöglicht. Mit dem Stapellauf der für 2.000 Gäste und 500 Pkw ausgelegten Color Hybrid im Jahr 2019 unterstreicht die Reederei ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Das innovative Schiff wird in der Lage sein, seine Batterien an Bord über die schiffseigenen Generatoren wieder aufzuladen.

The Meeting Place schärft seit dem Winter 2018 das Profil der neuen Schiffsklasse Celebrity Edge bei Royal Caribbean. Der 183 qm große „Meeting-Platz“ mit schalldichten Raumteilern bietet flexible Bestuhlungsfigurationen und moderne Technik wie 98-Zoll- und 75-Zoll-LED-Bildschirme. Revolutionäres Raumgefühl vermittelt der freitragende „Magic Carpet“ an der Steuerbordseite des Schiffes. Die 33,5 mal 6 Meter große Tender-Plattform kann von der Wasserfläche bis Deck 16 hochgefahren werden und ist als Event-Fläche nutzbar. Die vielseitige Nutzbarkeit verhindert das Schaffen „toter Räume“, wie sie oft durch tagsüber ungenutzte Theatersäle an Bord entstehen.

Innovation prägt auch die Strategie der Firma OceanEvent, die Kreuzfahrtschiffe exklusiv verchartert und seit 2018 als „klimaneutrales Unternehmen“ firmiert. „Bei allen von uns vercharterten Kreuzfahrtschiffen übernehmen wir die Berechnung des Routings selbst. Wir achten darauf, die Geschwindigkeit möglichst gering zu halten, was Emissionen spart und den Gästen ein entspanntes Cruisen ermöglicht“, sagt Andrea Mühleck. Betriebsakti‧vitäten und Kreuzfahrt-Charter werden durch Ankauf von Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen.
„In der Praxis unterstützen wir mit dem Kauf der Zertifikate einen Windpark in Indien, der im Jahr Emissionen in Höhe von 52.898 Tonnen CO2 einspart, sowie das „Guanare Forest Plantation“-Projekt in Uruguay. Hier werden durch Aufforstung 127.416 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, ein Abholzen der Wälder verhindert und der Öko‧tourismus gefördert“, erläutert die Expertin. Sie freut sich, dass Klimaneutralität inzwischen nicht mehr nur ein Anbieter-Thema ist, sondern bei der Buchung Kunden proaktiv nach deren Umsetzung zu fragen beginnen. Die bis 2026 erwarteten neuen Kreuzfahrtschiffe werden in puncto Emissionsausstöße, Antriebstechnik, Müllvermeidung und Wärmerückgewinnung auf dem neuesten Stand ein. Das Umsetzen von Umweltkonzepten wird auch auf älteren Schiffen Standard.

 

CIM Magazine Ausgaben CIM 2019/1

Klimaneutral tagen an Bord

Photo: OceanEvent

Starke Wir-Erlebnisse und inselartige Gefühle sprechen für Veranstaltungen an Bord. Umweltkonzepte sind nicht mehr nur ein Anbieterthema, sondern werden proaktiv nachgefragt. Von Katharina Brauer

Die neue Aida Nova, angetrieben von Flüssigerdgas, ist im Dezember 2018 übergeben worden. Photo: Aida Cruises

V.l.n.r.: Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn, Kapitän Boris Becker, Costa-CEO Michael Thamm, Tim und Bernhard Meyer von der Meyer Werft. Photo: Meyer Werft/Scheschonka

Mehrwert. „Eventagenturen haben von nautischen Themen wenig Ahnung. Als Eventagentur fürs Wasser beraten wir, machen den nautischen Part und sind Eventmanager an Bord“, sagt Felix Eisenhardt. Der Geschäftsführer des „Seminarschiffs“ hat die erste Saison 2018 deutlich über Plan abgeschlossen und bietet ab 2019 ganzjährig 360 qm Nutzfläche an. Das 200 qm große Oberdeck ist neuerdings beheizbar und durch eine transparente Planenlösung auch im Winter nutzbar.
Am 30. Januar 2019 feierte das Berliner Start-up Witnet Foundation hier seine Kick-off-Party mit 300 Gästen. „Tagungspauschalen an Bord sind hotelähnlich. Gäste erleben die geräuschlose Fahrt auf dem Wasser als einen Mehrwert. Wenn Ankerpfähle zum Einsatz kommen, fördert dies ein inselartiges Gefühl mit starkem Wir-Erlebnis“, beobachtet Eisenhardt. Im Heimathafen Alt-Moabit ist das deutschlandweit buchbare Seminarschiff auch eine stationäre Location. Solarstrom und die brandneue „Rescue-App“ zum Vertrieb von Catering-Resten bescheren dem Seminarschiff eine IMEX Wildcard 2019. Zudem wird es als erstes Fahrgastschiff „Sustainable Partner“ des Berlin Convention Office.

Nachhaltigkeit ist vor allem für Schiffe, die auf dem Meer kreuzen, eine große Herausforderung. Während die neue Aida Nova mit Flüssiggas (LNG) in See sticht, hat TUI Cruises für ihre derzeit sechs Schiffe den Treibstoff bereits um ein Drittel reduziert. Ein Abgasnachbehandlungs-System kommt ebenso zum Einsatz, wie das „Waste-Less“-Programm. Bis 2020 werden Plastikeinwegartikel verbannt. Die 2024 und 2026 vom Stapel laufenden Schiffe werden mit LNG betrieben. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie gewann die Reederei den myclimate Award 2018.
Die Fachabteilung „Charter und Incentives“ gewährleistet, dass Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern an Bord der TUI-Cruises-Schiffe erfolgreich über die Bühne gehen. In der Firmengeschichte fanden bisher zwölf Vollcharter-Reisen und 40 Corporate Events statt. Auch reine Kongresse wie der Steuertag des IFU-Instituts waren an Bord der „Mein Schiff“ zu Gast.
„Wir haben ein eigenes exklusives Konferenzdeck mit geschultem Personal, das sich um alles Organisatorische an Bord und die Abwicklung vor Ort kümmert“, berichtet Jens Meyer-Bosse. Der Abteilungsleiter Vertrieb der norwegischen Color Line weist darauf hin, dass während der Liegezeiten in Kiel Besichtigungen der Konferenzräume möglich sind. Color Line mit einer Flotte von derzeit sechs Kreuzfahrt- und Fährschiffen bietet auf der Color Magic und der Color Fantasy auf der Passage zwischen Kiel und Oslo Gruppen mit bis zu 500 Teilnehmern Platz. Auf Wunsch können Aufenthalte in Oslo gebucht werden. „Alles in allem war die Color Line eine echte Alternative zur üblichen Tagungshotellerie“, so ein Veranstaltungsplaner der Firma Fissler.
„Neu seit Ende 2018 sind die vorgefertigten Tagungspakete, die dem Kunden eine Auswahl von fünf Produkten offerieren“, berichtet Meyer-Bosse. Ende Oktober 2018 erfolgte am Norwegenkai in Kiel der Spatenstich zu einer Landstromanlage, die einen emissionsfreien Betrieb der Schiffe während der Liegezeit ermöglicht. Mit dem Stapellauf der für 2.000 Gäste und 500 Pkw ausgelegten Color Hybrid im Jahr 2019 unterstreicht die Reederei ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Das innovative Schiff wird in der Lage sein, seine Batterien an Bord über die schiffseigenen Generatoren wieder aufzuladen.

The Meeting Place schärft seit dem Winter 2018 das Profil der neuen Schiffsklasse Celebrity Edge bei Royal Caribbean. Der 183 qm große „Meeting-Platz“ mit schalldichten Raumteilern bietet flexible Bestuhlungsfigurationen und moderne Technik wie 98-Zoll- und 75-Zoll-LED-Bildschirme. Revolutionäres Raumgefühl vermittelt der freitragende „Magic Carpet“ an der Steuerbordseite des Schiffes. Die 33,5 mal 6 Meter große Tender-Plattform kann von der Wasserfläche bis Deck 16 hochgefahren werden und ist als Event-Fläche nutzbar. Die vielseitige Nutzbarkeit verhindert das Schaffen „toter Räume“, wie sie oft durch tagsüber ungenutzte Theatersäle an Bord entstehen.

Innovation prägt auch die Strategie der Firma OceanEvent, die Kreuzfahrtschiffe exklusiv verchartert und seit 2018 als „klimaneutrales Unternehmen“ firmiert. „Bei allen von uns vercharterten Kreuzfahrtschiffen übernehmen wir die Berechnung des Routings selbst. Wir achten darauf, die Geschwindigkeit möglichst gering zu halten, was Emissionen spart und den Gästen ein entspanntes Cruisen ermöglicht“, sagt Andrea Mühleck. Betriebsakti‧vitäten und Kreuzfahrt-Charter werden durch Ankauf von Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen.
„In der Praxis unterstützen wir mit dem Kauf der Zertifikate einen Windpark in Indien, der im Jahr Emissionen in Höhe von 52.898 Tonnen CO2 einspart, sowie das „Guanare Forest Plantation“-Projekt in Uruguay. Hier werden durch Aufforstung 127.416 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, ein Abholzen der Wälder verhindert und der Öko‧tourismus gefördert“, erläutert die Expertin. Sie freut sich, dass Klimaneutralität inzwischen nicht mehr nur ein Anbieter-Thema ist, sondern bei der Buchung Kunden proaktiv nach deren Umsetzung zu fragen beginnen. Die bis 2026 erwarteten neuen Kreuzfahrtschiffe werden in puncto Emissionsausstöße, Antriebstechnik, Müllvermeidung und Wärmerückgewinnung auf dem neuesten Stand ein. Das Umsetzen von Umweltkonzepten wird auch auf älteren Schiffen Standard.

 

  • CIM 2019/2

    Das neue Normal

    Verschärftes Datenschutzrecht, Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, die richtige Venue-Auswahl – fünf Eventprofis verraten ihre aktuell größten Herausforderungen

    "Laut Wikipedia versteht man unter Compliance die betriebswirtschaftliche und rechtswissenschaftliche Umschreibung für die Regeltreue von Unternehmen, also das Einhalten von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes. Unsere Herausforderung als MICE-Agentur und Repräsentanz von Hotels und DMCs aus aller Welt ist, diese von diversen Branchen...

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  • CIM 2019/2

    Brücken bauen

    Auch die MICE-Branche bleibt vom Fachkräftemangel nicht verschont. Arbeitgeber kämpfen um (junge) Talente. Initiativen rund um Weiterbildung und Mentoring sollen Abhilfe schaffen.

    Der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften in der Event- und Messebranche wird sich in den kommenden Jahren verschärfen. Das prognostiziert eine neue Studie der TU Chemnitz, des Studieninstituts für Kommunikation und der Westfalenhallen Dortmund. Dank langer Arbeitszeiten und Wochenendschichten verliert die Branche an Attraktivität....

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  • CIM 2019/2

    Fordern und fördern

    Wie können Jung und Alt vom Mentoring profitieren? Dozentin Dana Jiménez Herrera von der Hotelschule Den Haag weiß, worauf es ankommt: Grundsympathie ist fundamental.

    CIM: Die Hotellerie kämpft um Nachwuchs und Profis: Wie ernst ist die Lage wirklich?
    Dana Jiménez Herrera: Das kann ich nur bestätigen, sowohl aus Gesprächen mit Kollegen aus der Industrie als auch aus meiner eigenen Arbeit. Eine Studie unter unseren Absolventen 2016 zeigt, dass zwar mehr als die Hälfte (62 Prozent) ihre Karriere in der Hotellerie...

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  • CIM 2019/2

    Um Talente kämpfen

    Der Fachkräftemangel trifft auch die Eventbranche. Arbeitgeber, die langfristig Mitarbeiter gewinnen möchten, müssen auch deren Ansprüchen gerecht werden.

    Nachwuchssorgen. Die Suche nach neuen Talenten bestimmt branchenübergreifend den Dialog. Besonders stark vom Fach‧kräftemangel betroffen sind der Gesundheits- und Pflegesektor sowie die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl der verfügbaren Kräfte noch...

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  • CIM 2019/2

    Ganzjährig Saison

    Zum MICE-Magneten entwickeln sich Lettland und seine Hauptstadt Riga. Kulinarische Innovationen, ein schnelles Internet und außergewöhnliche Locations sorgen dafür.

    Grüner Cyberstaat. Etwas kleiner als Bayern, mit knapp zwei Mio. Einwohnern und 500 km Ostseestrand offeriert Lettland ebenso viele wie unkonventionelle Tagungsmöglichkeiten. Die Hälfte des Landes besteht aus Wald und macht Lettland zum zweitgrünsten Land der Europäischen Union. Neben Eishockey ist „Pilzen“ Nationalsport der Letten. Beim schnellen,...

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  • CIM 2019/2

    "Als Branche sichtbarer werden"

    Als Geschäftsführer ist Timo Feuerbach neuer Chef der EVVC-Geschäftsstelle. Der Teamplayer setzt auf einen Dreiklang aus Netzwerk, Interessenvertretung und Dienstleistung.

    CIM: Wer ist Timo Feuerbach?
    Timo Feuerbach: Ich möchte etwas bewegen, bin ambitioniert, habe Lust, die Dinge anzupacken und gemeinsam mit anderen umzusetzen. Spaß habe ich, wenn aus guten Ideen etwas wird. Außerdem mag ich es, im Team zu arbeiten, bin kein Brüter im stillen Kämmerlein, der alles daransetzt, seine eigenen Ideen durchzuboxen....

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Klimaneutral tagen an Bord

Photo: OceanEvent

Starke Wir-Erlebnisse und inselartige Gefühle sprechen für Veranstaltungen an Bord. Umweltkonzepte sind nicht mehr nur ein Anbieterthema, sondern werden proaktiv nachgefragt. Von Katharina Brauer

Die neue Aida Nova, angetrieben von Flüssigerdgas, ist im Dezember 2018 übergeben worden. Photo: Aida Cruises

V.l.n.r.: Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn, Kapitän Boris Becker, Costa-CEO Michael Thamm, Tim und Bernhard Meyer von der Meyer Werft. Photo: Meyer Werft/Scheschonka

Mehrwert. „Eventagenturen haben von nautischen Themen wenig Ahnung. Als Eventagentur fürs Wasser beraten wir, machen den nautischen Part und sind Eventmanager an Bord“, sagt Felix Eisenhardt. Der Geschäftsführer des „Seminarschiffs“ hat die erste Saison 2018 deutlich über Plan abgeschlossen und bietet ab 2019 ganzjährig 360 qm Nutzfläche an. Das 200 qm große Oberdeck ist neuerdings beheizbar und durch eine transparente Planenlösung auch im Winter nutzbar.
Am 30. Januar 2019 feierte das Berliner Start-up Witnet Foundation hier seine Kick-off-Party mit 300 Gästen. „Tagungspauschalen an Bord sind hotelähnlich. Gäste erleben die geräuschlose Fahrt auf dem Wasser als einen Mehrwert. Wenn Ankerpfähle zum Einsatz kommen, fördert dies ein inselartiges Gefühl mit starkem Wir-Erlebnis“, beobachtet Eisenhardt. Im Heimathafen Alt-Moabit ist das deutschlandweit buchbare Seminarschiff auch eine stationäre Location. Solarstrom und die brandneue „Rescue-App“ zum Vertrieb von Catering-Resten bescheren dem Seminarschiff eine IMEX Wildcard 2019. Zudem wird es als erstes Fahrgastschiff „Sustainable Partner“ des Berlin Convention Office.

Nachhaltigkeit ist vor allem für Schiffe, die auf dem Meer kreuzen, eine große Herausforderung. Während die neue Aida Nova mit Flüssiggas (LNG) in See sticht, hat TUI Cruises für ihre derzeit sechs Schiffe den Treibstoff bereits um ein Drittel reduziert. Ein Abgasnachbehandlungs-System kommt ebenso zum Einsatz, wie das „Waste-Less“-Programm. Bis 2020 werden Plastikeinwegartikel verbannt. Die 2024 und 2026 vom Stapel laufenden Schiffe werden mit LNG betrieben. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie gewann die Reederei den myclimate Award 2018.
Die Fachabteilung „Charter und Incentives“ gewährleistet, dass Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern an Bord der TUI-Cruises-Schiffe erfolgreich über die Bühne gehen. In der Firmengeschichte fanden bisher zwölf Vollcharter-Reisen und 40 Corporate Events statt. Auch reine Kongresse wie der Steuertag des IFU-Instituts waren an Bord der „Mein Schiff“ zu Gast.
„Wir haben ein eigenes exklusives Konferenzdeck mit geschultem Personal, das sich um alles Organisatorische an Bord und die Abwicklung vor Ort kümmert“, berichtet Jens Meyer-Bosse. Der Abteilungsleiter Vertrieb der norwegischen Color Line weist darauf hin, dass während der Liegezeiten in Kiel Besichtigungen der Konferenzräume möglich sind. Color Line mit einer Flotte von derzeit sechs Kreuzfahrt- und Fährschiffen bietet auf der Color Magic und der Color Fantasy auf der Passage zwischen Kiel und Oslo Gruppen mit bis zu 500 Teilnehmern Platz. Auf Wunsch können Aufenthalte in Oslo gebucht werden. „Alles in allem war die Color Line eine echte Alternative zur üblichen Tagungshotellerie“, so ein Veranstaltungsplaner der Firma Fissler.
„Neu seit Ende 2018 sind die vorgefertigten Tagungspakete, die dem Kunden eine Auswahl von fünf Produkten offerieren“, berichtet Meyer-Bosse. Ende Oktober 2018 erfolgte am Norwegenkai in Kiel der Spatenstich zu einer Landstromanlage, die einen emissionsfreien Betrieb der Schiffe während der Liegezeit ermöglicht. Mit dem Stapellauf der für 2.000 Gäste und 500 Pkw ausgelegten Color Hybrid im Jahr 2019 unterstreicht die Reederei ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Das innovative Schiff wird in der Lage sein, seine Batterien an Bord über die schiffseigenen Generatoren wieder aufzuladen.

The Meeting Place schärft seit dem Winter 2018 das Profil der neuen Schiffsklasse Celebrity Edge bei Royal Caribbean. Der 183 qm große „Meeting-Platz“ mit schalldichten Raumteilern bietet flexible Bestuhlungsfigurationen und moderne Technik wie 98-Zoll- und 75-Zoll-LED-Bildschirme. Revolutionäres Raumgefühl vermittelt der freitragende „Magic Carpet“ an der Steuerbordseite des Schiffes. Die 33,5 mal 6 Meter große Tender-Plattform kann von der Wasserfläche bis Deck 16 hochgefahren werden und ist als Event-Fläche nutzbar. Die vielseitige Nutzbarkeit verhindert das Schaffen „toter Räume“, wie sie oft durch tagsüber ungenutzte Theatersäle an Bord entstehen.

Innovation prägt auch die Strategie der Firma OceanEvent, die Kreuzfahrtschiffe exklusiv verchartert und seit 2018 als „klimaneutrales Unternehmen“ firmiert. „Bei allen von uns vercharterten Kreuzfahrtschiffen übernehmen wir die Berechnung des Routings selbst. Wir achten darauf, die Geschwindigkeit möglichst gering zu halten, was Emissionen spart und den Gästen ein entspanntes Cruisen ermöglicht“, sagt Andrea Mühleck. Betriebsakti‧vitäten und Kreuzfahrt-Charter werden durch Ankauf von Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen.
„In der Praxis unterstützen wir mit dem Kauf der Zertifikate einen Windpark in Indien, der im Jahr Emissionen in Höhe von 52.898 Tonnen CO2 einspart, sowie das „Guanare Forest Plantation“-Projekt in Uruguay. Hier werden durch Aufforstung 127.416 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, ein Abholzen der Wälder verhindert und der Öko‧tourismus gefördert“, erläutert die Expertin. Sie freut sich, dass Klimaneutralität inzwischen nicht mehr nur ein Anbieter-Thema ist, sondern bei der Buchung Kunden proaktiv nach deren Umsetzung zu fragen beginnen. Die bis 2026 erwarteten neuen Kreuzfahrtschiffe werden in puncto Emissionsausstöße, Antriebstechnik, Müllvermeidung und Wärmerückgewinnung auf dem neuesten Stand ein. Das Umsetzen von Umweltkonzepten wird auch auf älteren Schiffen Standard.

 

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Starke Wir-Erlebnisse und inselartige Gefühle sprechen für Veranstaltungen an Bord. Umweltkonzepte sind nicht mehr nur ein Anbieterthema, sondern werden proaktiv nachgefragt. Von Katharina Brauer

Die neue Aida Nova, angetrieben von Flüssigerdgas, ist im Dezember 2018 übergeben worden. Photo: Aida Cruises

V.l.n.r.: Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn, Kapitän Boris Becker, Costa-CEO Michael Thamm, Tim und Bernhard Meyer von der Meyer Werft. Photo: Meyer Werft/Scheschonka

Mehrwert. „Eventagenturen haben von nautischen Themen wenig Ahnung. Als Eventagentur fürs Wasser beraten wir, machen den nautischen Part und sind Eventmanager an Bord“, sagt Felix Eisenhardt. Der Geschäftsführer des „Seminarschiffs“ hat die erste Saison 2018 deutlich über Plan abgeschlossen und bietet ab 2019 ganzjährig 360 qm Nutzfläche an. Das 200 qm große Oberdeck ist neuerdings beheizbar und durch eine transparente Planenlösung auch im Winter nutzbar.
Am 30. Januar 2019 feierte das Berliner Start-up Witnet Foundation hier seine Kick-off-Party mit 300 Gästen. „Tagungspauschalen an Bord sind hotelähnlich. Gäste erleben die geräuschlose Fahrt auf dem Wasser als einen Mehrwert. Wenn Ankerpfähle zum Einsatz kommen, fördert dies ein inselartiges Gefühl mit starkem Wir-Erlebnis“, beobachtet Eisenhardt. Im Heimathafen Alt-Moabit ist das deutschlandweit buchbare Seminarschiff auch eine stationäre Location. Solarstrom und die brandneue „Rescue-App“ zum Vertrieb von Catering-Resten bescheren dem Seminarschiff eine IMEX Wildcard 2019. Zudem wird es als erstes Fahrgastschiff „Sustainable Partner“ des Berlin Convention Office.

Nachhaltigkeit ist vor allem für Schiffe, die auf dem Meer kreuzen, eine große Herausforderung. Während die neue Aida Nova mit Flüssiggas (LNG) in See sticht, hat TUI Cruises für ihre derzeit sechs Schiffe den Treibstoff bereits um ein Drittel reduziert. Ein Abgasnachbehandlungs-System kommt ebenso zum Einsatz, wie das „Waste-Less“-Programm. Bis 2020 werden Plastikeinwegartikel verbannt. Die 2024 und 2026 vom Stapel laufenden Schiffe werden mit LNG betrieben. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie gewann die Reederei den myclimate Award 2018.
Die Fachabteilung „Charter und Incentives“ gewährleistet, dass Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern an Bord der TUI-Cruises-Schiffe erfolgreich über die Bühne gehen. In der Firmengeschichte fanden bisher zwölf Vollcharter-Reisen und 40 Corporate Events statt. Auch reine Kongresse wie der Steuertag des IFU-Instituts waren an Bord der „Mein Schiff“ zu Gast.
„Wir haben ein eigenes exklusives Konferenzdeck mit geschultem Personal, das sich um alles Organisatorische an Bord und die Abwicklung vor Ort kümmert“, berichtet Jens Meyer-Bosse. Der Abteilungsleiter Vertrieb der norwegischen Color Line weist darauf hin, dass während der Liegezeiten in Kiel Besichtigungen der Konferenzräume möglich sind. Color Line mit einer Flotte von derzeit sechs Kreuzfahrt- und Fährschiffen bietet auf der Color Magic und der Color Fantasy auf der Passage zwischen Kiel und Oslo Gruppen mit bis zu 500 Teilnehmern Platz. Auf Wunsch können Aufenthalte in Oslo gebucht werden. „Alles in allem war die Color Line eine echte Alternative zur üblichen Tagungshotellerie“, so ein Veranstaltungsplaner der Firma Fissler.
„Neu seit Ende 2018 sind die vorgefertigten Tagungspakete, die dem Kunden eine Auswahl von fünf Produkten offerieren“, berichtet Meyer-Bosse. Ende Oktober 2018 erfolgte am Norwegenkai in Kiel der Spatenstich zu einer Landstromanlage, die einen emissionsfreien Betrieb der Schiffe während der Liegezeit ermöglicht. Mit dem Stapellauf der für 2.000 Gäste und 500 Pkw ausgelegten Color Hybrid im Jahr 2019 unterstreicht die Reederei ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Das innovative Schiff wird in der Lage sein, seine Batterien an Bord über die schiffseigenen Generatoren wieder aufzuladen.

The Meeting Place schärft seit dem Winter 2018 das Profil der neuen Schiffsklasse Celebrity Edge bei Royal Caribbean. Der 183 qm große „Meeting-Platz“ mit schalldichten Raumteilern bietet flexible Bestuhlungsfigurationen und moderne Technik wie 98-Zoll- und 75-Zoll-LED-Bildschirme. Revolutionäres Raumgefühl vermittelt der freitragende „Magic Carpet“ an der Steuerbordseite des Schiffes. Die 33,5 mal 6 Meter große Tender-Plattform kann von der Wasserfläche bis Deck 16 hochgefahren werden und ist als Event-Fläche nutzbar. Die vielseitige Nutzbarkeit verhindert das Schaffen „toter Räume“, wie sie oft durch tagsüber ungenutzte Theatersäle an Bord entstehen.

Innovation prägt auch die Strategie der Firma OceanEvent, die Kreuzfahrtschiffe exklusiv verchartert und seit 2018 als „klimaneutrales Unternehmen“ firmiert. „Bei allen von uns vercharterten Kreuzfahrtschiffen übernehmen wir die Berechnung des Routings selbst. Wir achten darauf, die Geschwindigkeit möglichst gering zu halten, was Emissionen spart und den Gästen ein entspanntes Cruisen ermöglicht“, sagt Andrea Mühleck. Betriebsakti‧vitäten und Kreuzfahrt-Charter werden durch Ankauf von Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen.
„In der Praxis unterstützen wir mit dem Kauf der Zertifikate einen Windpark in Indien, der im Jahr Emissionen in Höhe von 52.898 Tonnen CO2 einspart, sowie das „Guanare Forest Plantation“-Projekt in Uruguay. Hier werden durch Aufforstung 127.416 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, ein Abholzen der Wälder verhindert und der Öko‧tourismus gefördert“, erläutert die Expertin. Sie freut sich, dass Klimaneutralität inzwischen nicht mehr nur ein Anbieter-Thema ist, sondern bei der Buchung Kunden proaktiv nach deren Umsetzung zu fragen beginnen. Die bis 2026 erwarteten neuen Kreuzfahrtschiffe werden in puncto Emissionsausstöße, Antriebstechnik, Müllvermeidung und Wärmerückgewinnung auf dem neuesten Stand ein. Das Umsetzen von Umweltkonzepten wird auch auf älteren Schiffen Standard.

 

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Starke Wir-Erlebnisse und inselartige Gefühle sprechen für Veranstaltungen an Bord. Umweltkonzepte sind nicht mehr nur ein Anbieterthema, sondern werden proaktiv nachgefragt. Von Katharina Brauer

Die neue Aida Nova, angetrieben von Flüssigerdgas, ist im Dezember 2018 übergeben worden. Photo: Aida Cruises

V.l.n.r.: Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn, Kapitän Boris Becker, Costa-CEO Michael Thamm, Tim und Bernhard Meyer von der Meyer Werft. Photo: Meyer Werft/Scheschonka

Mehrwert. „Eventagenturen haben von nautischen Themen wenig Ahnung. Als Eventagentur fürs Wasser beraten wir, machen den nautischen Part und sind Eventmanager an Bord“, sagt Felix Eisenhardt. Der Geschäftsführer des „Seminarschiffs“ hat die erste Saison 2018 deutlich über Plan abgeschlossen und bietet ab 2019 ganzjährig 360 qm Nutzfläche an. Das 200 qm große Oberdeck ist neuerdings beheizbar und durch eine transparente Planenlösung auch im Winter nutzbar.
Am 30. Januar 2019 feierte das Berliner Start-up Witnet Foundation hier seine Kick-off-Party mit 300 Gästen. „Tagungspauschalen an Bord sind hotelähnlich. Gäste erleben die geräuschlose Fahrt auf dem Wasser als einen Mehrwert. Wenn Ankerpfähle zum Einsatz kommen, fördert dies ein inselartiges Gefühl mit starkem Wir-Erlebnis“, beobachtet Eisenhardt. Im Heimathafen Alt-Moabit ist das deutschlandweit buchbare Seminarschiff auch eine stationäre Location. Solarstrom und die brandneue „Rescue-App“ zum Vertrieb von Catering-Resten bescheren dem Seminarschiff eine IMEX Wildcard 2019. Zudem wird es als erstes Fahrgastschiff „Sustainable Partner“ des Berlin Convention Office.

Nachhaltigkeit ist vor allem für Schiffe, die auf dem Meer kreuzen, eine große Herausforderung. Während die neue Aida Nova mit Flüssiggas (LNG) in See sticht, hat TUI Cruises für ihre derzeit sechs Schiffe den Treibstoff bereits um ein Drittel reduziert. Ein Abgasnachbehandlungs-System kommt ebenso zum Einsatz, wie das „Waste-Less“-Programm. Bis 2020 werden Plastikeinwegartikel verbannt. Die 2024 und 2026 vom Stapel laufenden Schiffe werden mit LNG betrieben. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie gewann die Reederei den myclimate Award 2018.
Die Fachabteilung „Charter und Incentives“ gewährleistet, dass Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern an Bord der TUI-Cruises-Schiffe erfolgreich über die Bühne gehen. In der Firmengeschichte fanden bisher zwölf Vollcharter-Reisen und 40 Corporate Events statt. Auch reine Kongresse wie der Steuertag des IFU-Instituts waren an Bord der „Mein Schiff“ zu Gast.
„Wir haben ein eigenes exklusives Konferenzdeck mit geschultem Personal, das sich um alles Organisatorische an Bord und die Abwicklung vor Ort kümmert“, berichtet Jens Meyer-Bosse. Der Abteilungsleiter Vertrieb der norwegischen Color Line weist darauf hin, dass während der Liegezeiten in Kiel Besichtigungen der Konferenzräume möglich sind. Color Line mit einer Flotte von derzeit sechs Kreuzfahrt- und Fährschiffen bietet auf der Color Magic und der Color Fantasy auf der Passage zwischen Kiel und Oslo Gruppen mit bis zu 500 Teilnehmern Platz. Auf Wunsch können Aufenthalte in Oslo gebucht werden. „Alles in allem war die Color Line eine echte Alternative zur üblichen Tagungshotellerie“, so ein Veranstaltungsplaner der Firma Fissler.
„Neu seit Ende 2018 sind die vorgefertigten Tagungspakete, die dem Kunden eine Auswahl von fünf Produkten offerieren“, berichtet Meyer-Bosse. Ende Oktober 2018 erfolgte am Norwegenkai in Kiel der Spatenstich zu einer Landstromanlage, die einen emissionsfreien Betrieb der Schiffe während der Liegezeit ermöglicht. Mit dem Stapellauf der für 2.000 Gäste und 500 Pkw ausgelegten Color Hybrid im Jahr 2019 unterstreicht die Reederei ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Das innovative Schiff wird in der Lage sein, seine Batterien an Bord über die schiffseigenen Generatoren wieder aufzuladen.

The Meeting Place schärft seit dem Winter 2018 das Profil der neuen Schiffsklasse Celebrity Edge bei Royal Caribbean. Der 183 qm große „Meeting-Platz“ mit schalldichten Raumteilern bietet flexible Bestuhlungsfigurationen und moderne Technik wie 98-Zoll- und 75-Zoll-LED-Bildschirme. Revolutionäres Raumgefühl vermittelt der freitragende „Magic Carpet“ an der Steuerbordseite des Schiffes. Die 33,5 mal 6 Meter große Tender-Plattform kann von der Wasserfläche bis Deck 16 hochgefahren werden und ist als Event-Fläche nutzbar. Die vielseitige Nutzbarkeit verhindert das Schaffen „toter Räume“, wie sie oft durch tagsüber ungenutzte Theatersäle an Bord entstehen.

Innovation prägt auch die Strategie der Firma OceanEvent, die Kreuzfahrtschiffe exklusiv verchartert und seit 2018 als „klimaneutrales Unternehmen“ firmiert. „Bei allen von uns vercharterten Kreuzfahrtschiffen übernehmen wir die Berechnung des Routings selbst. Wir achten darauf, die Geschwindigkeit möglichst gering zu halten, was Emissionen spart und den Gästen ein entspanntes Cruisen ermöglicht“, sagt Andrea Mühleck. Betriebsakti‧vitäten und Kreuzfahrt-Charter werden durch Ankauf von Klimaschutz-Zertifikaten ausgeglichen.
„In der Praxis unterstützen wir mit dem Kauf der Zertifikate einen Windpark in Indien, der im Jahr Emissionen in Höhe von 52.898 Tonnen CO2 einspart, sowie das „Guanare Forest Plantation“-Projekt in Uruguay. Hier werden durch Aufforstung 127.416 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, ein Abholzen der Wälder verhindert und der Öko‧tourismus gefördert“, erläutert die Expertin. Sie freut sich, dass Klimaneutralität inzwischen nicht mehr nur ein Anbieter-Thema ist, sondern bei der Buchung Kunden proaktiv nach deren Umsetzung zu fragen beginnen. Die bis 2026 erwarteten neuen Kreuzfahrtschiffe werden in puncto Emissionsausstöße, Antriebstechnik, Müllvermeidung und Wärmerückgewinnung auf dem neuesten Stand ein. Das Umsetzen von Umweltkonzepten wird auch auf älteren Schiffen Standard.